Software

Einfluss und Möglichkeiten

Wenn wir über den Zusammenhang von Software und EMV reden, dreht sich die Diskussion meist um 3 Themenfelder.

  • Abtastraten von (Mess-)Signalen
  • Softwarefilter
  • Frequenzen und Flankensteilheiten

Das Schöne an diesem Themenblock ist die Tatsache, dass wir über EMV-Maßnahmen reden die bzgl. Stück- und Fertigungskosten völlig kostenfrei sind.

Abtastraten

Die Festlegung von verwendeten Abtastraten für die Auswertung von (Mess-)Signalen folgt oft der Überlegung maximale Auflösung bzw. maximale Geschwindigkeit zu erreichen. Dies wird mit einer hohen Qualität der Auswertung gleichgesetzt.

Das bedeutet aber auch dass ich "jede" noch so kleine Störung detektiere. Die Folge ist eine hohe Empfindlichkeit gegen EMV-Störungen.

 

Deshalb ist stets abzuwägen wie schnell bzw. hochauflösend muss ich denn wirklich sein. Oft reicht für die stabile Funktion auch weniger.

Insbesondere Analogsignale sind auf der einer Seite sehr störanfällig. Auf der anderen Seite reicht hier oft eine "langsame" Auswertung.

Von hier ist der Übergang fließend zu ...

Softwarefilter

Wenn ich beispielsweise weiß, dass eine Zustandsänderung eines Signals eine gewisse Zeit anstehen muss damit es funktional relevant wird, kann ich schnelle Störungen über Zeitglieder elegant herausfiltern.

 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Softwareentwickler geniale Ideen für Filter entwickeln, wenn sie seitens der EMV-Verantwortlichen auf die Zusammenhänge und Herausforderungen aufmerksam gemacht werden. Nur wenige Softwareentwickler sind gleichzeitig Hochfrequenzspezialisten, ebenso wie umgekehrt.

 

Im Teamwork liegt hier einmal mehr der Erfolg begründet.

Frequenzen und Flankensteilheiten

Frequenzen und Flankensteilheiten bestimmen maßgeblich das Emissionspotential eines Signals. Genau wie bei den Abtastraten gilt auch hier:

So viel wie nötig, so wenig wie möglich.