Die Bedeutung des Gesamtsystems

Das technische Umfeld, in dem Ihr Produkt funktionieren muss

Jedes Produkt zeigt an allen seinen Schnittstellen - realen wie parasitären - ein bestimmtes Impedanzverhalten. Werden nun 2 Produkte in einem System zusammengefügt ändern sich die Impedanzverhältnisse grundlegend. Die neuen Verhältnisse entsprechen weder denen von Produkt 1 noch von Produkt 2. Bringt man ein drittes hinzu ändert sich wieder alles.

Damit wird klar, die EMV-Qualität hängt auch von der Umgebung - dem Gesamtsystem - ab. Selbst scheinbar passive Teile können Einfluss nehmen!

Kennen Sie die genauen Impedanz-, Strom- und Spannungsverhältnisse (auch bei Frequenzen weit oberhalb der Nutzfrequenzen) Ihrer Zulieferteile? Welche Rückwirkungen ergeben sich aus dem System in dem Ihr Produkt funktionieren soll?

 

Eine offene und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Zulieferern und Kunden ist deshalb - wenn nicht ohnehin gegeben - auch im Bereich EMV anzustreben.

 

Eine Bestätigung der EMV-Konformität aller Einzelprodukte ist unablässig, da sie den notwendigen Grundstock bildet, ist aber für die EMV-Konformität im System nicht hinreichend. Deshalb zahlt es sich für alle Beteiligten aus so früh wie möglich entsprechende Informationen über die Partnerprodukte zu haben. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Informationslage mit fortschreitendem Entwicklungsprozess an Qualität gewinnt. Es wäre aber falsch sich deshalb erst in späten Phasen mit dem Gesamtsystem zu beschäftigen.

 

Im Allgemeinen sind auch bei nicht optimalen Austauschmöglichkeiten genügend Informationen vorhanden um in der Konzeptphase zu bewerten wo Auffälligkeiten im Verbund zu erwarten sind. Maßnahmen zur Risikominimierung sind im Konzept oft sogar kostenneutral möglich.

 

In dieser Phase kann zusätzlich die EMV-Simulation viel bewirken.

 

Kreutz EMC arbeitet hierzu mit in EMV-Simulationen langjährig erfahrenen Partnern zusammen.