Referenzen

Erfolgreich abgeschlossene Projekte großer Konzerne zählen genauso zum Portfolio wie Aufträge aus dem hochspezialisierten Mittelstand.

 

Bitte haben Sie an dieser Stelle Verständnis für den Wunsch meiner Auftraggeber nach Diskretion.

 

Einige anonymisierte Projekt-Beispiele:

Fehler im Gesamtsystem

Kunde: ein großer Fahrzeughersteller

 

Wenige Wochen vor dem Großserienanlauf war bei einer Störfestigkeitsprüfung ein zentrales Sicherheitssystem komplett ausgefallen. Die Zeit war knapp - es musste sofort eine Lösung her. Der Verursacher schien bereits lokalisiert. Nur wenn ein bestimmtes Steuergerät verbaut war, trat der Fehler auf. Ersetzte man es durch einen funktionalen Dummy lief die Prüfung fehlerfrei durch.

 

Die Analyse zeigte jedoch, dass Fehlerbilder und vermeintliche Ursachen nicht mit Ergebnissen von parallel durchgeführten Untersuchungen auf Komponentenebene in Übereinstimmung zu bringen waren.

 

Verschiedene Ansätze wurden überprüft und ausgeschlossen. Irgendwann war klar, dass der Fehler nicht im verdächtigten Steuergerät liegen konnte. Die Korrelation war zwar gegeben, die Kausalität nicht. Der Blick nach außen auf das System brachte die Lösung.

 

Verkabelung - kleiner Fehler - fatale Folgen

Ein anderes Steuergerät - über ein Bussystem mit dem ersten verbunden - hatte eine ungewöhnlich lange Masseanschlussleitung.

 

Die Versorgungsleitung des verdächtigten Steuergerätes konnte als Störantenne nachgewiesen werden. Über die Filterstrukturen wurden die Störungen EMV-konform gegen Masse abgeleitet. Die Störspannung an der Impedanz der langen Masseleitung hob das Steuergerät an. Die Bus wurde "überfahren" und in Folge fiel das Sicherheitssystem aus.

 

Die EMV-Störung brachte somit einen zweiten Fehler zum Vorschein - eine unzureichende Redundanz im Sicherheitssystem. Eine Verkürzung der Masseleitung auf das mechanisch notwendige beseitigte den EMV-Fehler.

Layout und Versorgung

Kunde: weltweit agierender Maschinenbauer

 

Ein Steuergerät zur Ansteuerung eines LCD-Displays und Verarbeitung diverser Bussysteme in Kombination mit Audio- und anderen analogen Signalen zeigte Schwächen bei Tests zur Störfestigkeit. Zusätzlich kam es auch bei ESD-Tests zu Funktionsbeeinträchtigungen. Die Schaltung wurde schon mehrfach überarbeitet ohne den entscheidenden Durchbruch zu erzielen. Nach intensiver Analyse der Schaltung, des Layouts und der Systemumgebung kristallisierte sich heraus, dass mit Filtermaßnahmen in Form von realen Bauelementen das Problem nicht zu lösen war.

 

Die Lösung bestand in einer Umgestaltung des Versorgungs- und Massesystems. Hierzu musste das Layout in großen Teilen überarbeitet werden. Die verteilten Massen wurden bis auf 2 reduziert. Einige Versorgungsspannungsniveaus bekamen Ihre eigene Insel. Zusätzlich wurde ein konsequentes Zonenkonzept eingeführt. Somit konnten die besonders sensitiven Schaltungsteile von den Störungen entkoppelt werden. 

 

Einige Filter konnten geringer dimensioniert werden. Nebeneffekt: Die Stückkosten reduzierten sich, ebenso die Fertigungskosten; bei 150.000 Stück pro Jahr.

Die räumliche Anordnung macht den Unterschied

Kunde: Tier 1 der Automobilindustrie.

 

Schaltung mit mehreren DC-DC-Wandlern: Jeder Wandler hatte sein eigenes mittels Netzwerksimulation optimiertes Filter. Die prinzipielle Wirkungsweise war nachgewiesen. Dennoch lagen die Emissionen deutlich über dem zu erwartenden Maß und über den einzuhaltenden Grenzwerten.

 

Es musste weder an der Schaltung noch an der Mechanik etwas geändert werden. Die Lösung lag in der räumlichen Anordnung der verschiedenen Filterstufen. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse waren die Filterstufen so angeordnet, dass die Eingangsseite des Filters von Wandler A neben der Ausgangsseite des Filters des Wandlers B angeordnet war. Die Störungen von Wandler A umgingen ihr Filter über den Ausgang des Filters B nach außen.

 

Eine andere geometrische Anordnung der Filterstufen zueinander brachte eine Reduktion der Emissionen im relevanten Bereich um 15 dB und führten zur Einhaltung der Grenzwerte.

2-tägiges Inhouse-Seminar

Kunde: "Hidden Champion"

 

Auf die Produkte und Prozesse des Kunden zugenschnittenes Grundlagen-Seminar für den jüngeren Teil der Entwicklungsmannschaft. Nach 1,5 Tagen Seminar wurde das Gehörte auf konkrete, von den Teilnehmern ausgewählte Projekte übertragen - Lernen am "eigenen" Produkt.

Rückmeldung seitens der EMV-Abteilung des Kunden 3 Monate später: Es kommen viel weniger Fragen - die Basis ist gelegt.

Fachvorträge

VDI-Haus Stuttgart, offene Veranstaltung des Arbeitskreis "Frauen im Ingenieurberuf", 2019

Prozess-Schulung

"EMV entwickeln - statt entstören"

 

4. VDI-Forum EMV im Kraftfahrzeug 2017

Komplexe, verteilte Systeme

  1. Die besonderen Herausforderungen komplexer Systeme
  2. Verteilte Entwicklung - Komponentenmessungen das Mittel der Wahl?
  3. Erste EMV-Analyse in der Konzeptphase
  4. Systematische EMV-Entwicklung parallel zum Schaltungsentwurf
  5. Layout - einfache Regeln einfach umgesetzt
  6. Das unbekannte Systemumfeld - Systemanalyse als Kombination aus Messung und Simulation
  7. Durchgängiger EMV-Prozess - Der weg zur kostengünstigen EMV

 

1. VDI-Forum EMV im Kraftfahrzeug 2014

EMV im System – warum der Fokus auf die Komponenten oft zu kurz greift und unnötig Geld kostet

  1. System aus Sicht der EMV – eine andere Betrachtungsweise
  2. Fallstricke aus technischer Sicht und ihre Wechselwirkungen mit den Kosten:
    Notwendigkeit der Gesamtsystembetrachtung von Anfang an
  3. Wie kann der „Blick über den Tellerrand hin zum System“ als kosten- und

    zeitoptimierendes Instrument bei den EMV-Komponentenverantwortlichen

    geschärft werden?

 

2. VDI-Konferenz Automobile Bordnetzentwicklung 2013

EMV-Schirmungskonzepte - Wirkungsweise und Auslegung

  1. Messverfahren zur Qualifizierung von Schirmen
  2. Theorie: EMV-Schirme im Bordnetz
  3. Was zeichnet einen guten Schirm aus?
  4. Kochrezepte

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